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Körpersprache

17

Mai
2015

Nebenschauplätze spielen oft die Hauptrolle

On 17, Mai 2015 | In Körpersprache | By Antoinette Anderegg

Bei dieser Begegnung von Raul Castro und Barack Obama sind die zusammengepressten Münder und die angespannte Kiefermuskulatur aussagekräftiger über die Beziehung der beiden als ihre Hände, die im Rampenlicht stehen. Der grosse Abstand und die zurückgenommene linke Körperhälfte von Obama bestätigen nur was die Mimik schon deutlich zeigt. Der Mund ist eine Körperöffnung. Da lassen wir Dinge, auch im abstrakten Sinne, rein oder wir verschliessen das Tor. Weder Castro noch Obama sind hier emotional gut aufeinander zu sprechen. Mit viel Kraft verwehren sie einander den Einlass. Sie erfüllen mit den Händen für die Öffentlichkeit die Rolle, welche von ihnen erwartet wird.

Wer in Kontaktsituationen ein Auge und Gefühl für ‚Nebenschauplätze’ wie Mimik, Haltung, oder die sogenannte unbeteiligte linke Hand entwickelt, hat eine wertvolle Möglichkeit die Kontakte zu verbessern.

Im Moment in dem sich unsere Hände begegnen und sich fassen, tun unsere Augen normalerweise gleichzeitig dasselbe. Am besten tun Sie das in unserer westlichen Welt so lange bis Sie die Augenfarbe ihres Gegenübers kennen.

Aber was ist eigentlich ein Blick?

Sind sie sich bewusst, dass wir den anderen niemals mit beiden Augen gleichzeitig ansehen? Entweder schauen wir mit dem linken  oder mit dem rechten Auge. Wir wählen das Auge, welches uns beim Gegenüber angenehmer erscheint. Wobei der Blick mit dem rechten Auge mehr Vorsicht und Distanz signalisiert als der Blick mit dem linken Auge, welches die Verbindung sucht.

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